

Tutte le strade portano a Cormòns!
Alle Wege, so hat man seit alters her zu sagen beliebt, führten nach Rom; doch es gehört zu den feinen Ironien der Gegenwart, dass sie sich, gleichsam mit einem verschmitzten Lächeln, neuerdings nach Cormòns verzweigen, jenem friulanischen Städtchen, das sich am Fuße des Monte Quarin in die Hügel legt, als wisse es selbst nicht recht, ob es Traum oder Topographie sei und die temporäre Heimstatt eurer Reise sein wird.
Man kann dorthin gelangen auf mancherlei Weise, und jede hat ihren eigenen Charakter, ja beinahe ihr moralisches Gepräge: mit dem Bus, dessen tarifliche Schwankungen – zwischen fünfunddreißig und sechzig Euro – bereits eine kleine Lektion in weltlicher Unbeständigkeit erteilen; mit der Bahn, die, sofern man ihr frühzeitig die gebührende Aufmerksamkeit schenkt, für unter hundert Euro den Reisenden über Udine oder Triest hinweg in die sanfte Landschaft trägt; oder in bescheidenerem Maßstab vom Busbahnhof nach Triest oder Udine, um sodann, für den fast symbolischen Betrag von drei Euro neunzig bis sechzehn Euro, in jene Regionalzüge zu steigen, die mit einer gewissen lakonischen Selbstverständlichkeit in Cormons einrollen.
Es existiert sogar, und das sei nicht ohne einen Anflug von Staunen vermerkt, ein Flughafen in erreichbarer Nähe – ein Zugeständnis der Moderne an die Sehnsucht des beschleunigten Menschen. Und wer, von romantischerem Temperament oder sportlicher Verwegenheit beseelt, sich nicht dem Taktfahrplan unterwerfen möchte, der mag auf Eseln oder Pferden, auf Drahteseln oder im eigenen Automobil anreisen, querfeldein, die Hügel durchmessend, als wolle er beweisen, dass Ziel und Weg einander bedingen.
Für jene jedoch, denen weder Lust noch Muße noch organisatorische Kühnheit beschieden ist, hält sich eine besonders gesellige Lösung bereit: Ein Reisebus wird am Abend des 13. Mai Berlin verlassen, Dresden streifen wie eine höfliche Verbeugung, um sodann, in verlässlicher Geradlinigkeit, gen Süden nach Cormons zu fahren – organisiert von kundiger Hand und selbstverständlich auch zur Rückkehr bereit.
Und damit schließlich vor Ort nicht jenes lähmende Gefühl entstehe, das man Bewegungsarmut nennt, stehen gemietete, motorbetriebene Vierspänner zur Verfügung – eine reizvolle Verbindung aus Kutsche und Maschine, die dem Aufenthalt jene Mischung aus Anmut und Zweckmäßigkeit verleihen, ohne die selbst das schönste Ziel nur halb erreicht wäre.
Volete partecipare al viaggio in autobus? In tal caso, vi preghiamo di comunicarlo per tempo al momento della vostra conferma.

Wo wir wohnen:
Cormóns, Via Savaian 19A.

Wo wir heiraten:
Palazzo Locatelli
Cormóns, 7 Piazza XXIV Maggio

Wo wir feiern:
Azienda Agricola Budignac
Via Zorotti 114, Capriva del Friuli